25. Februar 2016, 10:00 Uhr
Editiert am 27. Februar 2016, 17:36
Früher waren es die Juden
Wenn das kleingeistige Kleinbürgertum intellektuell am Ende ist, sucht es sich einen Sündenbock. Das war schon in den 20-er und 30-er des letzten Jahrhunderts so. Damals waren es die Juden, die einer leuchtenden Zukunft Deutschlands im Wege standen.
Aktuell sind es die Sachsen. Nachdem mehr und mehr deutlich wird, daß die sogenannte "Willkommenskultur" begnadeter Stammtischhumanisten auf größer werdende Ablehnung stößt, verlegt sich der gutmeinende, aber schlechtwirkende Stammtischhumanismus auf die pauschale Diffamierung der Sachsen. Rosenlöcher und Kollegen im dümmlichen Geiste glauben ihr empathisches Defizit ausgleichen oder verhüllen zu können, indem sie die Gesamtheit der Bevölkerung eines Bundeslandes in übelster rassistischer Manier über einen Kamm scheren.
Nun mag auch ich die dumpfen Parolen der sächsischen und in Wahrheit Deutschen Proleten nicht, die auf schlimme Weise körperlich und verbal gegen Menschen, die zu uns gekommen sind, vorgehen, doch sollte es für jeden Ladenschwengel möglich sein zu differenzieren. Dann erst nämlich kann man zu einer sachlichen Analyse finden, aus der Lösungsmöglichkeiten für tatsächlich vorhandene Probleme hervorgehen können.
Doch das wohlige Gefühl, zu den Guten zu gehören - ohne das näher zu definieren und gesamtgesellschaftlich zu differenzieren - ist sicher übermächtig.
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